Was kostet ein Satz?
KI liest keine Buchstaben und keine Wörter – sie liest Tokens, kleine Textstücke. Tokens sind die Währung: Sie füllen das Kontextfenster (das Arbeitsgedächtnis des Modells), sie stehen auf der Rechnung, und sie sind das Denkbudget. Hier kannst Du zusehen, wie Text in sie zerfällt.
Was Du siehst
Ein Textfeld mit fertigen Beispielen – darunter zerfällt der Text live in Tokens, mit Zähler und einem Deutsch/Englisch-Vergleich.
Was es zeigt
Die Währung der KI: Tokens füllen das Kontextfenster, stehen auf der Rechnung und sind das Denkbudget – und dieselbe Aussage kostet auf Deutsch mehr als auf Englisch.
21 Tokens · 66 Zeichen
- K
- ünst
- liche
- ·Int
- ell
- igen
- z
- ·verg
- is
- st
- ·den
- ·An
- fang
- ·eines
- ·lang
- en
- ·Ges
- pr
- äch
- s
- .
· steht für ein Leerzeichen – es gehört meist zum folgenden Wort. Rohe Byte-Werte erscheinen, wenn ein einzelnes Zeichen, etwa ein Emoji, auf mehrere Tokens zerfällt.
Gleiche Aussage, Deutsch vs. Englisch:
Mehr Buchstaben, deutlich weniger Tokens: Englisch ist die Muttersprache des Tokenizers – dieselbe Aussage kostet auf Deutsch hier drei Viertel mehr.
Gezeigt am offenen Tokenizer cl100k_base (dem Vokabular hinter GPT-3.5/GPT-4 – was GPT heißt, erklärt das Glossar), Stand Juli 2026, direkt hier im Browser gerechnet. Claude, GPT & Co. nutzen je eigene, ähnlich arbeitende Tokenizer – die genauen Grenzen unterscheiden sich, das Prinzip nicht.
Warum das zählt: Wie ein Fenster überläuft, steht im Artikel über Context Rot; wie Modellklasse, Denktiefe und Iterationen den Preis bestimmen, bei den drei Reglern; und was passiert, wenn an allen dreien gespart wird, in Die hässliche Katze.